Das blöde am älter werden ist, das man auch die typischen Phasen im Freundeskreis mitkriegt. Während vor ca. 10 Jahren so langsam die "Heirat-Kinder-Hausbau"-Phase losging, steckt man jetzt in der "Scheidung-Streit-Stress"-Phase.
Heute die Nachricht bekommen, das (wieder) eine Ehe in meinem Freundeskreis gescheitert ist. Irgendwie unerwartet, das hatte niemand vermutet. Ich wünsche nur, daß das nicht auch in großen Streitereien ausartet.
Irgendwie ist das zwar alles nicht mein Bier, aber belasten tuts mich trotzdem.
Zur Zeit ist in einem Bereich meines Lebens ein wenig der Wurm drin. Leider im wichtigsten... meiner Beziehung.
Nein, wir streiten uns nicht oder schweigen uns an, es ist eigentlich sogar schlimmer: So ein nebenherleben. Jeden Tag der selbe Ablauf, vom aufstehen bis ins Bett gehen. Alles eingefahrene Gleise.
Kein spontanes "Ich liebe dich" mehr. Wenig gemeinsames Lachen. Kein In-den-Arm-nehmen. Und wenn, dann nur, weil man es bis jetzt immer so gemacht hat.
Das gefällt mir nicht. Es fühlt sich nicht richtig an. Wo ist das Gefühl geblieben?
Ich weis, den Schlüssel zum ändern hab ich selber in der Hand. Nur geschafft hab ich es bis jetzt noch nicht so wirklich.
Aber einfach darauf warten, das es besser wird... das kann ich nicht.
Ich versteh nicht, warum dauernd Polizisten den Kopf hinhalten müssen, um irgendwelche Chaoten voneinander zu trennen. Wie z.B. gestern wieder das links- und rechtsradikale Gesockse.
Ich meine damit nicht die Leute, die ihr Grundrecht auf Demonstrationen friedlich wahrnehmen. Nein, sondern die jeglicher Coleur, die Barrikaden errichten, Steine werfen, prügeln, Autos anzünden usw.
Ich würde irgendwo draussen denen ein großes Feld zuweisen, wo sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen können und ansonsten können die dann machen was sie wollen. Sollen sie selber schauen, wie sie zurechtkommen, wenn sich sich gegenseitig eine reinwürgen.
Durch einen Eintrag in einem anderen Blog, wo sich eine nette junge Dame darüber beklagt, dass sich niemand in sie verliebt, da sie offensichtlich nur als Trostpflaster oder zum abreagieren gewisser körperlicher Reaktionen gut sei, bin ich selber nachdenklich geworden.
Meine erste Freundin hatte ich erst ziemlich spät. Ich war zwar weder doof noch häßlich, aber irgendwie war ich immer nur der "gute Freund". Nie jemand, in den sich ein Mädel bzw. eine Frau verlieben könnte.
Andererseits war ich auch keine Sau, die auf irgendwelche Eroberungen aus war. Irgendwelche schnellen Geschichten nach einer Party oder so. Oh, so manches mal hätte ich mir gewünscht, ich wäre es, aber ...
Nein, trotz meiner Fehler (die ich zweifelsfrei hab) war und ist für mich immer der Mensch das wichtigste. Ich wollte nie allein einen Körper erobern, sondern ein Herz.
Mittlerweile brauchen mich solche Dinge nicht mehr zu belasten, weil ich seit langen Jahren glücklich liiert bin. Aber ich ertappe mich jetzt doch bei dem Gedanken, wäre ich jetzt Single, wäre es anders als damals?
Ich glaube nicht.
Vielleicht wäre es mein Schicksal, als "guter Freund", als "geschlechtsloses Wesen" zu sterben. Wenn, ja wenn ich nicht doch eine der raren Perlen gefunden hätte, die zwar soviel anders ist als ich, aber doch zu mir passt. Und mich will. Als Partner.
Eine der Lektionen im Leben, die ich für absolut wahr halte ist: Kümmere dich!
Vor zwei Jahren wollte mir mein Arzt für den Rest meines Lebens Tabletten verschreiben wegen meiner hohen Cholesterinwerte und meines hohen Blutdrucks. Hätte ich auf ihn gehört, würde ich jetzt jeden Tag reihenweise Tabletten fressen.
Aber damals hab ich nicht auf ihn gehört sondern mir gesagt, zuerst versuch ich es anders. Und habe mich daraufhin in homöopathische Behandlung begeben, hab mein Leben mehr auf Vordermann gebracht mit mehr Sport und bewussterer Ernährung und siehe da:
Meine Blutwerte (ganz frisch bekommen) sind absolut spitze geworden (und zwar alle!) und mein Blutdruck ist zwar noch nicht ganz da, wo er sein sollte, aber wesentlich besser als vorher.
Und was lern ich daraus: Auch Ärzten sollte man nicht immer alles glauben, sondern durchaus auch Alternativen versuchen. Und das bedeutet, sein Leben und seine Gesundheit bewusst selbst in die Hand zu nehmen.
... knows what the Blues is all about: It's a pain you can't live with, and a woman you can't live without.
Manchmal wünscht man sich in irgendeine Spelunke, zwischen ein paar Whiskey-Gläser, eine Gitarre, ein Schlagzeug, ein Bass... und eine Menge Dunkelheit im Herzen, die durch die Gitarre erklingt.
... aber nur manchmal, wäre ich gern mal für einen Tag oder so eine Frau. Nein, nicht dieswegen und deswegen, sondern weil ich dann so richtig geil mitgrölen könnte :-).